Stiftung Entschlossene Kirchen c/o Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Stiftung zur Erhaltung der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
Telefon 0228 / 9091-212, vor Ort: 039248 / 7300

Stiftung zum Erhalt der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst

Feldsteinromanik und Historismus

Seit der Christianisierung der ostelbischen Gebiete im 12. Jahrhundert gibt es im Gebiet des Kirchenkreises Zerbst kaum ein Dorf, das nicht seine eigene kleine Kirche hat. Feldsteinkirchen, die vielerorts erhalten und für den Fläming typisch sind, begegnen uns als Zeugen dieser ersten Epoche überall in der Gegend.

In späterer Zeit, vor allem im 18. Jahrhundert, wurden Kirchen zum großen Teil nur noch umgebaut oder erweitert, zumeist im schlicht gehaltenen barocken Stil. Nur selten kam es zu Kirchenneubauten. Erst an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert setzte eine rege Bautätigkeit ein. Häufig wurden anstelle alter Vorgängerbauten neue Kirchen im neoromanischen oder neogotischen Stil errichtet.

So prägen heute die Feldsteinkirchen neben den neuzeitlichen Backsteinkirchen die Kirchenlandschaft. Das Leben hier ist seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt. Die Erträge auf den sandigen Böden erlaubten den Dorfbewohnern kaum eine prunkvolle Ausstattung ihrer Kirchen. So ist das Besondere unserer Kirchen zumeist ihre Schlichtheit und sparsame Ausstattung. Folge dieser Entwicklung ist auch, dass hier viele historisch wertvolle Glocken zu finden sind.

Blaue Sternendecke

Die Einrichtung der St. Michaeliskirche in Kleinleitzkau stammt aus der Erbauungszeit. Dazu gehören der Altartisch, Kanzel, Gestühl und Empore. Die Glocke wurde 1882 in Laucha gegossen. In der Kirche wurden die Schallluken, das Dach, die Heizung und die Luftzufuhr erneuert. Die Eingangstür öffnet sich elektrisch.

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St. Michaelis Kleinleitzkau
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