Stiftung Entschlossene Kirchen c/o Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Stiftung zur Erhaltung der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst
Schlegelstraße 1
53113 Bonn
Telefon 0228 / 9091-212, vor Ort: 039248 / 7300

Stiftung zum Erhalt der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst

Satzung der Stiftung
"Entschlossene Kirchen"

(Stiftung zur Erhaltung der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst)
in der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ


§ 1 - Name, Rechtsform

(1) Die Stiftung führt den Namen

Stiftung "Entschlossene Kirchen"

(Stiftung zur Erhaltung der Dorfkirchen im Kirchenkreis Zerbst)


(2) Sie ist eine nichtrechtsfähige Stiftung in der Verwaltung der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ und wird folglich von dieser im Rechts- und Geschäftsverkehr vertreten.

§ 2 - Stiftungszweck

(1) Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.

(2) Zweck der Stiftung ist die Förderung der Denkmalpflege.

(3) Dieser Zweck wird verwirklicht insbesondere durch

  • die Förderung der Sanierung, Restaurierung, Erhaltung und Pflege der nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt anerkannten Kulturdenkmale Kirchen in dörflicher Struktur des Kirchenkreises Zerbst und der zugehörigen Anlagen,
  • die Vermittlung des Gedankens des Denkmalschutzes in breite Kreise der Bevölkerung, um sie zu aktiver Mithilfe, insbesondere bei der Pflege der Kirchen in dörflicher Struktur des Kirchenkreises Zerbst zu bewegen. Dies erfolgt insbesondere durch eine breite und vielfältige Öffentlichkeitsarbeit, die sich über Medienkampagnen, Informations-, Kommunikations- und Bildungsarbeit sowie über den Aufbau und die Pflege einer großen Fördergemeinde vollzieht,
  • die Beschaffung von Mitteln zur Förderung des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege durch eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

(4) Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben selbst oder durch eine Hilfsperson im Sinne des § 57 Absatz 1 Satz 2 der Abgabenordnung.

(5) Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(6) Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

§ 3 - Stiftungsvermögen

(1) Die Stiftung wird mit dem aus dem Stiftungsgeschäft ersichtlichen Anfangsvermögen ausgestattet. Die Stiftung ist als Aufbaustiftung konzipiert. Die Stifterin wird sich um weitere Zustiftungen bemühen.

(2) Das Stiftungsvermögen ist in seinem Wert ungeschmälert zu erhalten. Zu diesem Zweck können im Rahmen des steuerrechtlich Zulässigen Teile der jährlichen Erträge einer freien Rücklage oder dem Stiftungsvermögen zugeführt werden.

(3) Dem Stiftungsvermögen wachsen alle Zuwendungen zu, die dazu bestimmt sind (Zustiftungen).

§ 4 - Verwendung der Vermögenserträge und Zuwendungen

(1) Die Erträge des Stiftungsvermögens und die ihm nicht zuwachsenden Zuwendungen sind zur Erfüllung des Stiftungszwecks zu verwenden. Davon ausgenommen sind die Rücklagenbildung oder Zuführung zum Stiftungsvermögen gemäß § 58 Nr.7 a der Abgabenordnung.

(2) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(3) Begünstigte sind Kirchengemeinden als Eigentümer von Kirchengebäuden oder deren Rechtsnachfolger. Begünstigte haben keinen Rechtsanspruch auf Leistungen der Stiftung.

§ 5 - Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus bis zu fünf Mitgliedern.

Geborene Mitglieder sind:

  • ein Vertreter der Kirchengemeinde Wörpen als Stifterin
  • der amtierende Kreisoberpfarrer für den Kirchenkreis Zerbst
  • der Vertreter der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ.

(2) Die geborenen Mitglieder können zwei weitere Mitglieder kooptieren, Wiederberufung ist zulässig.

(3) Die Mitglieder des Vorstands wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter für die Dauer von 3 Jahren; Wiederwahl ist zulässig.

(4) Bei Ausscheiden eines kooptierten Vorstandsmitgliedes wird der Nachfolger von den verbleibenden Mitgliedern benannt. Der Nachfolger des Vertreters der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ wird von der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ bestimmt. Der Vertreter der Stifterin wird von der Kirchengemeinde Wörpen bestimmt.

(5) Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich tätig.

§ 6 - Aufgaben, Beschlussfassung

(1) Der Vorstand beschließt über die Verwendung der Stiftungsmittel. Gegen diese Entscheidung steht der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ ein Vetorecht zu, wenn sie gegen die Satzung, rechtliche oder steuerliche Bestimmungen verstößt.

(2) Die Vorstandssitzungen werden in regelmäßigen Abständen abgehalten. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder (einschließlich des Vorsitzenden oder seines Stellvertreters) anwesend ist.

(3) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden oder seines Stellvertreters.

(4) Beschlüsse, die weder eine Änderung der Satzung noch die Auflösung betreffen, können im schriftlichen bzw. fernmündlichen Verfahren gefasst werden. Hat sich ein Vorstandsmitglied im Falle des schriftlichen Verfahrens nicht innerhalb von sechs Wochen seit Absendung der Aufforderung zur Abstimmung geäußert, so gilt sein Schweigen als Zustimmung.

(5) Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ.

§ 7 - Kuratorium

(1) Die Arbeit des Vorstandes wird von einem beratenden Kuratorium unterstützt und begleitet. Es hat insbesondere die Aufgabe, das Anliegen der Stiftung bekannt zu machen und Vorschläge zur Verbesserung der Erfüllung des Stiftungszwecks zu unterbreiten.

(2) Das Kuratorium besteht aus bis zu 12 Personen, die vom Vorstand berufen werden, Wiederberufung ist zulässig. Die Mitglieder des Kuratoriums sollen mit der Region verbunden sein, ein besonderes Interesse an Kirchen und ihrer Nutzung haben und dem Gedanken des Denkmalschutzes zugetan sein.

(3) Das Kuratorium tagt regelmäßig unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden.

(4) Die Mitglieder des Kuratoriums sind ehrenamtlich tätig.

§ 8 - Treuhandverwaltung

(1) Die DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSCHUTZ verwaltet das Stiftungsvermögen getrennt von ihrem Vermögen. Sie vergibt die Stiftungsmittel und wickelt die Fördermaßnahmen ab. Sie belastet die Stiftung für die Grundleistungen mit den pauschalierten Kosten; auf Wunsch der Stifterin verursachte Zusatzleistungen und Reiseaufwendungen werden gesondert abgerechnet.

(2) Die DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ fertigt auf den 31.12. eines jeden Jahres einen Bericht, der auf der Grundlage eines testierten Vermögensnachweises die Vermögensanlage sowie die Mittelverwendung erläutert.

Im Rahmen ihrer öffentlichen Berichterstattung sorgt sie auch für eine angemessene Publizität der Stiftungsaktivitäten.

§ 9 - Anpassung der Stiftung an veränderte Verhältnisse

(1) Ändern sich die Verhältnisse derart, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks von der DEUTSCHEN STIFTUNG DENKMALSCHUTZ und dem Vorstand nicht mehr für sinnvoll gehalten werden, so können sie gemeinsam einen neuen Stiftungszweck beschließen.

(2) Der Beschluss bedarf der Zustimmung aller Mitglieder des Vorstands. Der neue Stiftungszweck hat gemeinnützig zu sein und der Erhaltung von Kulturdenkmalen, insbesondere von Kirchen, zu dienen.

§ 10 - Auflösung der Stiftung

(1) Die DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSCHUTZ und der Vorstand können gemeinsam die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen.

(2) Der Beschluss bedarf der Einstimmigkeit.

§ 11 - Vermögensanfall

Bei Auflösung der Stiftung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSCHUTZ, die es gemäß ihrer Satzung für die Erhaltung von Kirchen oder anderen Kulturdenkmalen zu verwenden hat.

§ 12 - Stellung des Finanzamtes

Unbeschadet der sich aus dem Stiftungsgesetz ergebenden Genehmigungspflichten sind Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die Auflösung der Stiftung dem zuständigen Finanzamt anzuzeigen. Für Satzungsänderungen, die den Zweck der Stiftung betreffen, ist die Einwilligung des Finanzamtes einzuholen.

Patrone der Kirche

Wie in mehreren anderen Flämingkirchen, so waren auch in Klieken adlige Patrone an der Gestaltung der Kirche und des Kirchenlebens beteiligt. Sie hatten eigene Logen und wurden - wie an vielen Epitaphen abzulesen ist - oft auch in der Kirche beerdigt.

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Patronatskirche Klieken
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